Transpersonale Psychosynthese

Transpersonale Psychologie – eine Synthese spiritueller Traditionen:

Buddha > Buddhismus; 

Sankara > Advaita Vedānta; 

Lakshmanjoo > Shaivismus;

Jesus von Nazareth > Christentum 

C.G. Jung > Synchronizität; 

Assagioli > Psychosynthese 

Schwerpunkte:

I.  Fokus mehr auf Stärken als auf Defizite und Probleme.

– Statt Schwächen oder Störungen zu fokussieren, werden individuelle Stärken entdeckt und gefördert. Das beginnt mit der Disidentifikation von Inhalten des Bewusstseins wie Körperempfindungen, Gefühlen, Begierden / Wünschen und Gedanken).

II.  Ziel ist die Identifikation mit dem eigenen spirituellen Zentrum

und dem innersten Kern der Seele. Erkenntnis des tieferen Sinnes im Leben ist wichtiger als die Fokussierung auf das Leid und dessen Verhinderung.

 III.  Modell der Stufen des Bewusstseins 

 Zentrales Thema des Fortschrittes auf dem Weg der Meditation ist: „vom Paar der Gegensätze Frei“ zu sein. (GITA, Kap II, 45 - 48)

Was sind „Paare von Gegensätzen“?

Die Bhagavad-Gita meint damit die Dualitäten, in denen wir oft  feststecken:


Lust Schmerz

Gewinn Verlust

Erfolg Misserfolg

Lob Tadel

Hitze Kälte

Anziehung Abneigung


Kurz: alles, was uns emotional hin- und herwirft 






Eine grundlegende spirituelle Aussage entnehmen wir der Bhagavad-Gita, der zentralen Schrift der VEDEN: 

Kapitel II, Vers 45:

      „Erhebe dich über die drei Guṇas,

        sei frei von den Gegensätzen, etabliert im reinen Sein …

Vers 47:

       Du hast Kontrolle nur über Deine Handlung - nicht über deren Früchte !

Vers 48:

     „Gegründet im Yoga, sei gleichmütig in Erfolg und Misserfolg.“

    „Established in Yoga - perform action“

👉 Etabliert im (Zustand des) Yoga (Einheitsbewusstsein) - handle

                  Im Ergebnis heißt das:

Gefühle dürfen kommen – aber sie regieren dich nicht mehr. 

Ereignisse passieren – und dein Zentrum bleibt ruhig.

Du handelst klar, und bleibst innen unverkrampft.

Die Gita nennt das Samatva – Gleichmut, innere Balance.

Spirituell ausgedrückt: 

Vom Paar der Gegensätze frei“ bedeutet daher: 

Du identifizierst dich nicht mehr mit wechselnden Zuständen. Dein Bewusstsein ruht im unveränderlichen Selbst (Atman); Dualität wird als Spiel der Erscheinungen erkannt, nicht als letzte Wahrheit

OM

Wie erreichen wir das ?

Jetzt kommen wir zu den Techniken und Methoden. Die ersten drei - Meditation, Yoga und Atemtechniken - sind die wichtigsten.  

1. Durch regelmäßige tägliche vedische Meditation.

Warum vedische Meditation ??

Weil sie Zustände erreicht, die von anderen Meditationsformen (Achtsamkeit, konzentrative und kontemplative Techniken), nicht erreicht werden - und sie erreicht ihre Effekte schneller als andere Techniken. Denn sie funktioniert wegen ihrer Einfachheit über das wissenschaftlich seit Jahrzehnten gut untersuchte „Automatic Self Transcending“ (siehe dort Artikel „the role of simplicity….“.

Mehr dazu hier

2. Durch regelmäßiges tägliches üben von Yoga 

3. Durch regelmäßige Atemübungen wie Pranayama (gehört zur vedischen Meditation) oder - ausführlich, intensiv etwa ein bis zweimal monatlich - Kohärenzatmung.

Im Unterschied zur Darstellung der Psychosynthese von Assagioli, bei dem das Kapitel „Spirituelle Psychosynthese“ erst  als vorletztes Kapitel auftaucht, steht es in unserem Ansatz ganz am Anfang.  Alles andere folgt danach.

Das stimmt überein mit der traditionellen Lehre, dass Meditation, Yoga und Atmung zentral sind und kontinuierlich - ein Leben lang - geübt werden.  Techniken und Übungen der transpersonalen Psychologie dazu, persönliche Entwicklungsstufen synchronistisch eine zeitlang zu begleiten und zu vertiefen.

4. Techniken der Psychosysnthese















5. Beurteilung des Erfahrung mit dem Meditationstiefefragebogen MTF

Wir erhalten dadurch Informationen zu den Punkten vier und fünf des MTF. 

Tiefe 4: Transpersonale Qualitäten, open monitoring, Kontemplation: Meditation als Methode sowie Zeitgefühl werden überwunden und transpersonale Qualitäten wie Klarheit, Wachheit, Liebe, Hingabe, Verbundenheit, Demut, Gnade, Dankbarkeit, bedingungslose Selbstakzeptanz, formlose Energie und grenzenlose Freude werden erfahren.

Tiefe 5: Transpersonales Selbst, Transzendenz, Non-Dualität: kognitive Vorgänge wie Gedanken, Vergleiche, Unterscheidungen, Urteile sowie Wahrnehmungen von Emotionen und Empfindungen kommen vollständig zur Ruhe; die Einheit mit allem, Leerheit und Unendlichkeit des Bewusstseins werden erfahren; die Dichotomie von Subjekt und Objekt wird überwunden bzw. beide hören auf, (als eigenständige Entitäten) zu existieren.


Der Goldene Schnitt

Der spirituelle Hintergrund

  1. Alles ist Bewusstsein.

Es gibt nichts außerhalb von Bewusstsein – Materie, Geist und Welt sind  Erscheinungsformen desselben einen Prinzips.

  2. Dieses Bewusstsein ist lebendig, frei und kreativ.

Bewusstsein ist nicht passiv, sondern Śakti: pulsierend, schöpferisch, sich selbst offenbarend.

  3. Das Absolute ist zugleich transzendent und immanent.

Das Göttliche ist nicht jenseits der Welt – die Welt ist seine Selbst-Manifestation.

  4. Das Selbst - Ātman - und Śiva sind identisch.

Dein innerstes Sein ist kein Teil des Göttlichen – es ist das Göttliche selbst.

  5. Befreiung ist Erkenntnis, nicht Flucht.

Erwachen bedeutet nicht, die Welt zu verlassen, sondern sie als Ausdruck des Bewusstseins zu erkennen.

  6. Unwissenheit ist Vergessen, nicht Sünde.

Leiden entsteht durch Selbst-Vergessen (mala), nicht durch moralisches Versagen.

  7. Erkenntnis ist Wiedererinnerung (Pratyabhijñā).

Erwachen ist das Wieder-Erkennen dessen, was immer schon da war.

  8. Jede Erfahrung – auch Schmerz – ist eine Tür. Nichts ist „unspirituell“: Körper, Emotionen, Beziehungen, Sinnlichkeit gehören zum Weg.

   9. Freiheit ist der Grundzustand des Bewusstseins. Bindung ist eine „temporäre Selbst-Kontraktion“ - eine zeitweilige Verengung des Bewusstseins - nicht die endgültige Realität.

  10. Das Ziel ist nicht Weltverneinung, sondern Welt-Durchlichtung.

Der Erwachte lebt mitten im Leben, nicht außerhalb davon. 

In einem Satz verdichtet:

„Alles ist Bewusstsein, das sich selbst erfährt – und Erwachen ist das Wiedererkennen dieser Wahrheit.“

Buddhismus, Advaita Vedānta und Kashmirischer Śhaivismus sind keine isolierten Systeme. Sie entstanden in einem Jahrhunderte-langen Dialog, teils offen, teils polemisch, teils miteinander still integrierend.

Honorar / Kosten - Transpersonale Psychologie

Transpersonale Psychologie versteht sich als: 

Spirituelle Selbsterfahrung mit persönlicher Begleitung 

Astrologische und psychologische Beratung und Coaching 

Reinkarnationsarbeit

Transpersonale Psychologie beinhaltet keine Heilkunde zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten oder Leiden.

Dauer ab 30 Min bis 1- 1,5 - 2 Std 


Honorar / Preis:

€ 39 je halbe Stunde //  € 85 je 1 Stunde

 € 125 je 1,5 Std. // € 145 je 2 Std.